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Arthrose (OA)Arthrosehäufigkeit bei 40- bis 59-Jährigen steigt

28.01.2026Ausgabe 1/20262min. Lesedauer

Arthrose zählt zu den häufigsten Ursachen chronischer Schmerzen und körperlicher Beeinträchtigungen. Zu einem zunehmenden Problem wird die Erkrankung bereits bei Menschen im mittleren Alter von 40 bis 59 Jahren. Darauf weist eine neue Analyse der Daten der Global Burden of Disease study (GBD) 2021 mit Zahlen zur weltweiten Entwicklung der OA in den Jahren 1990 bis 2021 hin.

In der Gruppe der Erwachsenen in mittleren Jahren sei die OA-Inzidenz von 11,8 Millionen im Jahr 1990 auf 26,4 Millionen im Jahr 2021 gestiegen – ein Zuwachs um 123,7%. Mehr als die Hälfte (56,5%) der neu auftretenden OA-Fälle und mehr als ein Drittel (37,9%) der prävalenten Fälle entfielen inzwischen auf die Altersgruppe der 40- bis 59-Jährigen, schreiben die Autoren der Analyse. Dies sei auch in Bezug auf die sozioökonomische Stabilität kritisch zu sehen. Der Zuwachs der OA-Inzidenz in dieser Altersgruppe sei im Untersuchungszeitraum um 70% höher als in der Gruppe der > 60-Jährigen und mehr als 3-fach höher als in der jüngeren Bevölkerung im Alter von 30 bis 39 Jahren. Die höchste OA-bedingte Krankheitslast, bezogen auf die Lebensjahre mit körperlichen Beeinträchtigungen (YLDs), zeigte sich in wohlhabenden Regionen mit hohem soziodemographischen Index. Nach Angaben der Autoren ist bis zum Jahr 2025 ein weiterer Zuwachs der OA in der mittelalten Bevölkerung um rund 10% zu rechnen. Vor allem ein Anstieg von Handarthrose sei zu erwarten.

Quelle
  • Tang T et al. Global burden of osteoarthritis in middle-aged adults (40–59 years): estimates from the Global Burden of Disease 2021 study. Rheumatology 2025, epub September 9. doi.org/10.1093/rheumatology/keaf475

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