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SLEOptimale HCQ-Blutspiegel: 750 bis unter 1150 ng/ml
Hydroxychloroquin (HCQ) ist die Basistherapie bei systemischem Lupus erythematodes (SLE). Jedoch kommt es aus Sorge vor seltenen schweren Nebenwirkungen (u. a. Retinopathie, Arrhythmien) nicht selten zu Unterdosierungen oder mangelnder Therapieadhärenz. Ein internationales Forscherteam empfiehlt nach Auswertung von 5 SLE-Studien anstelle der üblichen Gewichts-adaptierten HCQ-Dosierung (5 mg/kg/Tag) ein therapeutisches Drug-Monitoring, um eine optimale Balance zwischen Wirksamkeit und Sicherheit der Therapie zu gewährleisten. Als therapeutischen Zielbereich empfehlen sie aufgrund ihrer Daten HCQ-Blutspiegel zwischen 750 - < 1150 ng/ml. Die optimale Wirksamkeit der Therapie lag im oberen Bereich, HCQ-Spiegel ≥ 1150 ng/ml brachten keinen Zusatznutzen.
Juvenile idiopathische Arthritis (JIA)JIA: Meta-Analyse bestätigt hohe Wirksamkeit fortgeschrittener Therapien
Eine Meta-Analyse von 9 randomisierten kontrollierten Studien mit insgesamt 803 Patienten hat die hohe Wirksamkeit von Biologika und small molecules bei polyartikulärer JIA (≥ 5 betroffene Gelenke) bestätigt. Im Vergleich zur Standardtherapie (konventionelle DMARDs +/- Glukokortikoide) wurden signifikant höhere Ansprechraten erzielt.
Fortgeschrittene Psoriasisarthritis (PsA)Schwer behandelbar ist nicht gleich therapierefraktär
Viele Patienten mit PsA sprechen auf die Standardtherapie nicht ausreichend an. Wann sollte man von einer schwer behandelbaren und wann von einer therapierefraktären PsA sprechen? Ein Konsensuspapier der European Alliance of Associations for Rheumatology (EULAR) gibt Aufschluss.
D2T-PsAEntzündungsaktivität stimmt oft nicht mit der Symptomatik überein
Bei schwer zu behandelnden Patienten mit Psoriasisarthritis (D2T-PsA) stimmt die Entzündungsaktivität häufig nicht mit der Symptomatik überein. Italienische Rheumatologen haben in einer Multicenter-Studie mithilfe von Ultraschalluntersuchungen zwei Phänotypen von D2T-PsA-Patienten charakterisiert, die dies erklären können: einen entzündlichen und bei mehr als 40% einen nicht-entzündlichen Phänotyp.
Rheumatoide Arthritis (RA)Meta-Analyse: Schwer behandelbare RA bei rund 12% der Betroffenen
Eine Difficult-to-treat RA (D2T-RA) – nach den EULAR-Kriterien Versagen ≥ 2 biologische (b) bzw. gezielt wirkende (ts) DMARDs – betrifft laut einer neuen Meta-Analyse von Literaturdaten global knapp 12% der RA-Patienten. Bei fast der Hälfte von ihnen liegt eine persistierende entzündliche Erkrankung vor.
Axiale Spondyloarthritis (axSpA)Bis zur Diagnose einer axSpA vergehen über 7 Jahre
Eine weltweite Online-Befragung von 5.327 axSpA-Patienten aus 27 Ländern hat große Defizite bei der Früherkennung der Erkrankung bestätigt. Im Schnitt vergingen zwischen Symptombeginn und Diagnosestellung mehr als 7 Jahre. Besonders groß waren die Diagnoseverzögerungen bei frühem Symptombeginn, weiblichen Patienten, Diagnosestellung durch einen Rheumatologen und Vorliegen einer Uveitis als Komorbidität.