Rheumatoide Arthritis (RA)Überbrückungstherapie mit Glukokortikoiden meist erfolgreich
Glukokortikoide sollten bei Patienten mit RA laut Leitlinie nur vorübergehend eingesetzt und möglichst bald wieder ausgeschlichen werden. Diese Strategie scheint in der Praxis zunehmend besser zu greifen. In einer norwegischen Studie bei 227 Patienten mit neu diagnostizierter RA, die initial zusätzlich zu Methotrexat mit Prednisolon behandelt wurden, konnte bei 191 (84%) das Kortikoid innerhalb von 7 Wochen wieder ausgeschlichen werden (von 15 mg täglich auf 0 mg). Bei 80% von ihnen war innerhalb des 24-monatigen Beobachtungszeitraums kein erneuter Einsatz von Glukokortikoiden erforderlich.
3 Monate nach Beginn der Überbrückungstherapie waren 89% der Behandelten frei von Kortison und blieben es über mindestens 4 weitere Monate. 5% der Patienten wurden zu allen Untersuchungszeitpunkten (nach 2, 3, 6, 12, 20 und 24 Monaten) mit Prednisolon behandelt, meist waren sie schwerer erkrankt. Die Studienteilnehmer waren zu Beginn im Mittel 52 Jahre alt, 62% waren Frauen, der Disease Activity Score (DAS) lag im Mittel bei 3,47; 82% waren ACPA-positiv.
- Brinkmann GH et al. Successful discontinuation of oral glucocorticoids after short-term bridging therapy in patients with newly diagnosed rheumatoid arthritis. Ann Rheumatic Dis 2026. doi.org/10.1016/j.ard.2026.01.003
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