SLEOptimale HCQ-Blutspiegel: 750 bis unter 1150 ng/ml
Hydroxychloroquin (HCQ) ist die Basistherapie bei systemischem Lupus erythematodes (SLE). Jedoch kommt es aus Sorge vor seltenen schweren Nebenwirkungen (u. a. Retinopathie, Arrhythmien) nicht selten zu Unterdosierungen oder mangelnder Therapieadhärenz. Ein internationales Forscherteam empfiehlt nach Auswertung von 5 SLE-Studien anstelle der üblichen Gewichts-adaptierten HCQ-Dosierung (5 mg/kg/Tag) ein therapeutisches Drug-Monitoring, um eine optimale Balance zwischen Wirksamkeit und Sicherheit der Therapie zu gewährleisten. Als therapeutischen Zielbereich empfehlen sie aufgrund ihrer Daten HCQ-Blutspiegel zwischen 750 - < 1150 ng/ml. Die optimale Wirksamkeit der Therapie lag im oberen Bereich, HCQ-Spiegel ≥ 1150 ng/ml brachten keinen Zusatznutzen.
In die Analyse einbezogen wurden Daten von 1.842 SLE-Patienten (im Schnitt 39 Jahre alt, 90% Frauen). Die durchschnittliche HCQ-Tagesdosis betrug 349 (+/- 88mg)/Tag, 44% erhielten Dosen <= 5 mg/kg/Tag. Am Tag der Blutspiegelmessungen hatten 559 Patienten (ca. 30%) einen aktiven SLE. Die HCQ-Toxizität lag insgesamt bei 4,9%, den größten Anteil daran hatten Retinopathien (4,2%). HCQ-Blutspiegel ≥ 1150 ng/ml waren mit einer 2,1-fach erhöhten Toxizität verbunden. Subtherapeutische Werte < 750 ng/ml korrelierten mit einem 1,36-fach höheren Risiko eines aktiven Lupus.
- Garg S et al. Defining Optimally Safe and Effective Blood Levels of Hydroxychloroquine in Lupus: An Important Step Toward Precision Drug Monitoring. Arthritis Rheumatol 2025, epub December 9, doi.org/10.1002/art.70010
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